Ausbruch aus dem Gefängnis der Transsexualität und Homosexualität
Lisa N.
Die Forschungsarbeit des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft im Bereich Sexualität wurde Ende der 1970er Jahre ausgelöst durch Anfragen homosexuell empfindender Menschen, die ihre homosexuelle Neigung als konflikthaft mit ihren Lebenszielen erlebten und sich deshalb eine Veränderung hin zu einer heterosexuellen Neigung wünschten. Seit dieser Zeit steht das Institut nicht nur mit Therapeuten und Selbsthilfegruppen in Verbindung, sondern auch mit Einzelpersonen, die eine Veränderung ihrer homosexuellen oder transsexuellen Neigung suchen.
Das Folgende ist der Lebensbericht einer ehemals transsexuell lebenden Frau (geboren als Mädchen), die sich einer „Geschlechtsumwandlung“ unterzog, sieben Jahre als Mann lebte - und sich entschied, ihre „ursprüngliche“ Identität zu suchen und zu leben.
Eine Vorbemerkung
Um meine Geschichte schreiben zu können, mußte ich offen auch über das berichten, was in meiner Familie war. Deshalb möchte ich besonders über meine Eltern sagen, daß ich sie trotz allem liebe und achte. Um meine Entwicklung „plastischer“ darstellen zu können, habe ich an mehreren Stellen Auszüge aus meinem Tagebuch eingefügt (kursiv gedruckt).
Meine Kindheit und Jugend
Ich bin als erstes Kind meiner Eltern geboren. Ich habe zwei jüngere Schwestern. Anfangs lebten wir in Bayern. Mein Vater hatte sich statt meiner einen Jungen gewünscht. Leider war ich „nur“ ein Mädchen. Schon im Kindergartenalter wollte ich immer ein Junge sein und verliebte mich auch in Mädchen.
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